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Air Products betankt das erste Brennstoffzellen-U-Boot der griechischen Marine mit Wasserstoff
Hattingen/Skaramangas, 10. Juli 2007 — Ende Juni hat Air Products das neue Brennstoffzellen-U-Boot der griechischen
Marine erstmals mit Wasserstoff betankt. Das U-Boot wurde bei Hellenic
Shipyards, einem Unternehmen im neuen europäischen Werftenverbund ThyssenKrupp Marine Systems AG, gebaut. Zum Werftenverbund gehört auch die Howaldtswerke - Deutsche Werft GmbH (HDW) in Kiel, bei der die Designrechte für das U-Boot der Klasse 214 und den Brennstoffzellenantrieb liegen. Den Wasserstoff für die Erstbetankung lieferte die deutsche Air Products-Niederlassung in Zusammenarbeit mit dem griechischen Unternehmen Hellas Air Pro.
Air Products-Technologie zur Wasserstoffkompresssion
Seit der Erstbetankung des weltweit ersten Brennstoffzellen-U-Bootes für die Bundesmarine im Jahr 2002, kooperieren Air Products und HDW bei der Betankung der U-Boote. Die Betankungsanlage, die nun an HDW in Griechenland geliefert wurde, basiert auf der Air Products-eigenen Tieftemperaturtechnologie zur Kompression von gasförmigem und flüssigem Wasserstoff. Sie erfüllt die höchsten Sicherheitsstandards und hat ihre Zuverlässigkeit in den vergangenen fünf Jahren bei zahlreichen Betankungen für die deutsche Marine bewiesen.
Höchste Sicherheitsstandards
Die gleiche Technologie kommt auch bei den Fahrzeugtankstellen zu Einsatz, die Air Products zur Wasserstoffversorgung von Autos und Bussen entwickelt hat. Mit insgesamt 72 Tankstellen, die mit einem Druck von bis zu 700 bar betrieben werden, ist Air Products sowohl bei der Technologie als auch bei der Anzahl der installierten Systeme weltweit führend. Eine führende Rolle nimmt das Unternehmen auch bei der Anlagensicherheit ein. Die bislang mehr als 33.000 Fahrzeugbetankungen mit Anlagen von Air Products verliefen ohne Zwischenfall.
Gute Aussichten im Bereich der U-Boot-Betankung
Die Zukunftsperspektiven für Air Products bei der U-Boot-Betankung sind gut. Hellenic Shipyards wird als Lizenznehmer der HDW weitere Brennstoffzellen-U-Boote bauen. Darüber hinaus bestehen Verträge für die Nachrüstung von Brennstoffzellenantrieben bei der Überholung konventionell angetriebener Boote der Klasse 2009. Außer in Griechenland setzt HDW die Betankungsanlagen von Air Products auch weiterhin in Deutschland sowie in Süd Korea ein, und andere Länder stehen ebenfalls unter Vertrag. Zurzeit stellt Air Products aus Mitteleuropa heraus bereits die Versorgung von Flüssigwasserstoff von Irland, Spanien, Italien bis nach Israel sicher. Die Belieferung der griechischen Marine ist ein weiterer Schritt zur Entwicklung einer europaweiten Wasserstoffinfrastruktur – nicht nur im militärischen Bereich, wie Wilhelm Sassenberg von Air Products Deutschland betont: „Der Weg zu einer verstärkten Nutzung der Brennstoffzellentechnologie führt über den schrittweisen Aufbau einer wettbewer
bsfähigen Infrastruktur entlang der bestehenden industriellen Infrastruktur und Anwendungen wie Brennstoffzellen-U-Booten. Dadurch, dass nun das griechische U-Boot-Programm dazu gehört, haben wir einen weiteren wichtigen Schritt in diese Richtung getan.“ |