Pressemitteilung

Air Products verbessert Produktivität und Qualität von Kaltwalzprozessen mit der Clean + Cool-Roll-Technologie

Hagen/Hattingen, 23. März 2004 - Das Industriegaseunternehmen Air Products hat in Kooperation mit dem Hagener Kaltwalzwerk C. D. Wälzholz ein neues Kaltwalzverfahren entwickelt. Die sogenannte Cool-Roll-Technologie verbessert die Oberflächenqualität des Metalls beim Kaltwalzen und erhöht die Produktivität deutlich. Gleichzeitig reduziert das Verfahren Ausschuss und Schrottaufkommen und trägt dazu bei, Sicherheitsrisiken im Arbeitsumfeld zu minimieren.

Beim Air Products Cool-Roll-Verfahren wird flüssiger Stickstoff (zwischen -170 und -196 Grad) mit Düsen auf den Bandstahl gesprüht, bevor dieser durch die Walze läuft. Herkömmliche Kaltwalzmethoden nutzen Emulsionen oder Öle als Schmierstoffe, um die Reibung und somit die Wärmeentwicklung zu reduzieren. Flüssiger Stickstoff dagegen hat nur einen geringen schmierenden Effekt, absorbiert aber die Reibungswärme und senkt dadurch die Temperatur im Prozess. Anschließend verdampft der Stickstoff rückstandslos. Die Oxidation in der Nähe des Walzspalts ist somit geringer als bei herkömmlichen Verfahren, bei denen Schmiermittel eingesetzt werden. Die Air Products Cool-Roll-Technologie kann an bestehenden Kaltwalzanlagen problemlos nachgerüstet und in Neuinstallationen integriert werden.

Durch den Einsatz der Air Products Cool Roll Technologie hat C. D. Wälzholz die Kosten beim letzten Herstellungsschritt, dem Dressieren, um 25 Prozent gesenkt. C. D. Wälzholz konnte dabei die Walzgeschwindigkeit verdreifachen und den Ausschuss durch Rost auf Null reduzieren. "Diese neue Technologie ist ein wichtiger Schritt für die Kaltwalztechnologie. Wir setzen dieses Verfahren bereits seit zwei Jahren mit großem Erfolg ein. In dieser Zeit ist es uns gelungen, die Kosten zu senken, die Produktivität zu erhöhen und die Oberflächengüte merklich zu verbessern", so Dr.-Ing. Hans-Toni Junius, Geschäftsführer und Gesellschafter bei C. D. Wälzholz.

Hans-Erwin Esser, Customer Technology Manager Metalls bei Air Products Deutschland, erklärt: "Das Air Products Cool Roll Verfahren ist eine umweltfreundliche Technologie und eine hervorragende Alternative zum klassischen nassen oder trockenen Dressieren. Im Vergleich zum Nasswalzen bietet das Cool-Roll-Verfahren bessere Arbeitsbedingungen. Zudem sind Ausschuss, Betriebskosten und Kapitalaufwand geringer. Da keine Schmierstoffe nötig sind, muss der Hersteller das Bandmaterial keiner Nachreinigung unterziehen. Das erhöht die Produktivität und senkt die Kosten der nachgelagerten Verarbeitungsprozesse. Gegenüber dem Trockenwalzen lässt sich mit der Cool-Roll-Technologie eine deutlich höhere Walzgeschwindigkeit erzielen, ohne dabei die Oberflächenqualität zu mindern."

Air Products ist als weltweit einziges Unternehmen sowohl im Gasegeschäft als auch in der Chemieindustrie tätig und zählt seit über fünfzig Jahren zu den wichtigsten Zulieferern der Metallindustrie. Air Products verfügt über weitreichende Erfahrung bei der Herstellung und Verarbeitung von Eisen und Stahl sowie Nichteisenmetallen. Mit innovativen technischen Lösungen hilft Air Products seinen Kunden, Kosten zu sparen und die Effizienz zu steigern.

 


Hintergrund für die Redaktionen:

C. D. Wälzholz, gegründet 1829, gehört zu den führenden internationalen Kaltwalzwerken. Das Unternehmen verfügt über mehrere Standorte in Deutschland und Tochtergesellschaften in Österreich und Brasilien. Die Angebotspalette von C. D. Wälzholz umfasst das Kaltwalzen von Bandstahl, Elektroband und Profilen.

 

Air Products ist in Deutschland mit den Unternehmen Air Products GmbH, Technische Gase, und Air Products Polymers (APP), Chemische Produkte, vertreten.

Air Products (Air Products and Chemicals, Inc.) ist ein weltweit tätiger Anbieter von Industriegasen, Chemikalien, Produktions- und Anwendungstechnologie für technische Gase sowie entsprechenden Dienstleistungen. Das internationale Unternehmen mit Firmensitz in Lehigh Valley, Pennsylvania, USA, setzte im Geschäftsjahr 2001 mit mehr als 17.200 Mitarbeitern weltweit rund 5,4 Mrd. US-Dollar um. Mit einem breiten Produktspektrum an Gasen ist das Unternehmen weltweit der viertgrößte Industriegaseanbieter sowie Weltmarktführer für Wasserstoff und Helium. Darüber hinaus ist Air Products der größte Gaselieferant der europäischen Halbleiterindustrie und führend in der Entwicklung von kryogenen Anlagen. Das Unternehmen ist weltweit in 30 Ländern tätig, darunter in 14 europäischen Staaten, und exportiert in rund 100 Länder.

Air Products GmbH, Technische Gase, mit Sitz in Hattingen an der Ruhr setzte im Geschäftsjahr 2001 mit ungefähr 360 Mitarbeitern rund 115 Mio. Euro um. Die Zentrale in Hattingen ist zuständig für die Produktion und den Vertrieb von Industriegasen im deutschen Markt. In Deutschland betreibt das Unternehmen flächendeckend Luftzerlegungs- und Wasserstofferzeugungsanlagen sowie ein dichtes Vertriebsnetz für Flaschengase. Industriegase finden in Chemie und Petrochemie, Öl- und Gasförderung, Lebensmittelherstellung, Metallverarbeitung, Halbleiterproduktion, Luft- und Raumfahrt sowie Papierherstellung und Medizin Verwendung.

Air Products Medical, ebenfalls mit Sitz in Hattingen, erzielte im Jahr 2001 mit seinen 120 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 22 Millionen Euro. AP Medical bietet Krankenhäusern und Arztpraxen eine lückenlose Versorgung mit medizinischen Gasen und technischer Ausrüstung. Im Homecare-Bereich, also in der Versorgung und Betreuung von Patienten in ihrer privaten Umgebung und in Alten- und Pflegeheimen, betreuen 160 Spezialisten an elf Standorten rund 30.000 Patienten. Das Angebot umfasst neben der traditionellen Sauerstofflangzeittherapie, Therapien zur Behandlung des Schlafapnoe-Syndroms, das Monitoring von Säuglingen oder die künstliche Beatmung zu Hause. Air Products Medical unterhält das europaweit größte Servicenetz zur sauerstofftherapeutischen Betreuung und stellt damit die Versorgung von Reisenden in 252 europäischen Städten sicher.

Air Products Polymers (APP): Air Products hält 65 Prozent der Anteile an diesem Joint Venture mit Wacker Chemie, das am 1. Oktober 1998 gegründet wurde. Das Unternehmen mit Europazentrale in Burghausen und Produktionsstätten in Köln, Mexiko, Korea und den USA stellt Polymerdispersionen unter den Markennamen Airflex, Vinac, Flexbond und Flexcryl her. Zu den belieferten Industrien gehören die Klebstoff-, Vliesstoff-, Farb-, Lack-, Papier-, Baustoff-, Teppich- und Textilindustrie.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

   
Cohn & Wolfe PR GmbH
Marcus-Andree Schoene / Sascha Stoltenow
Kleyerstraße 25
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Tel. +49 (0)69 / 7506-1597
Fax +49 (0)69 / 7506-1585
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Rensingstraße 15
44807 Bochum
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Anfrage per E-Mail
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