Pressemitteilung

Air Products stellt kompakte Systeme für die Abwasserreinigung vor

Hattingen, 26. September 2003 - Air Products hat unter dem Namen Oxy-Dep VSA Oxygenator eine neue Serie kompakter Systemen für die Abwasserreinigung vorgestellt. Die Systeme basieren auf tragbaren Sauerstoffgeneratoren. Mit der Entwicklung der neuen Produktreihe reagiert Air Products auf die europäische Richtlinie für die städtische Abwasserreinigung. Diese erfordert in vielen Fällen Investitionen in die Verbesserung der existierenden Abwasser-Aufbereitungsanlagen bei Städten, Kommunen und Gemeinden. Die Anreicherung des Abwassers mit hochreinem Sauerstoff gilt als eine der effektivsten Methoden, um bei der Wasseraufbereitung den Gehalt an gelöstem Sauerstoff auf einem optimalen Niveau zu halten. Für einige Unternehmen ist Zuführung von hochreinem Sauerstoff vor Ort jedoch zu kostenintensiv oder nicht praktikabel. Der neue Oxy-Dep VSA Oxygenator macht den Transport und die Lagerung von Gas vor Ort überflüssig, bietet aber alle Vorteile des auf der Sauerstoffanreicherung basierenden Prozesses.

Die Anforderungen an Standort, Bauvorschriften und Sicherheitsvorkehrungen sind bei einer Oxy-Dep-VSA-Anlage deutlich niedriger als bei konventionellen Systemen, bei denen der flüssige Sauerstoff in Tanks vor Ort gespeichert wird. Das Oxy-Dep-VSA-System erzeugt Sauerstoff nur dann, wenn er benötigt wird. Es besteht aus einer Vakuum-Druckwechsel-Adsorptionsanlage (VSA - Vacuum Swing Absorption) für die Sauerstofferzeugung, in die ein energiesparender Mischer integriert ist. Der Mischer ist so angebracht, dass er für Nutzer leicht zu installieren und problemlos zugänglich ist. Ein Eingriff in den regulären Betrieb des Abwasserbeckens ist somit überflüssig. Die Druckwechsel-Adsorptionsanlage selbst basiert auf der gleichen zuverlässigen Technologie wie herkömmliche Anlagen zur Sauerstoffanreicherung. In der Kombination erhalten Anwender ein einfach zu wartendes System für die Abwasserbehandlung. Oxy-Dep VSA ist in zwei Größen erhältlich. Mit einer Kapazität von 150 bzw. 500 Liter pro Minute erzeugt es die Mengen, die 250 bzw. 800 Kilogramm biochemischem Sauerstoff entsprechen.

Dr. Peter Barratt, Commercial Technology Manager bei Air Products im Bereich Environmental & Clean Technology, erläutert die Leistungsfähigkeit des Systems: "Innerhalb eines Beckens können Sauerstoff-Transferraten von etwa einem Kilogramm pro Kilowattstunde erzielt werden. Das ist vergleichbar mit luftbasierten Technologien, die bei Probemessungen der Wasserreinheit meist gute Ergebnisse aufweisen. Allerdings ist deren Effizienz in verschmutztem Wasser und bei den normalen Temperaturen bei der Abwasseraufbereitung deutlich niedriger."

Ein weiteres Argument für eine Oxy-Dep-VSA-Anlage ist der geringe Platzbedarf, erklärt Barrat weiter: "Es ist uns gelungen, ein System zur Abwasserreinigung zu entwickeln, das die Vorteile der Sauerstoffanreicherung bietet, aber keinen der üblichen Nachteile hat. Wegen der geringen Abmessungen benötigt das System nur wenig Platz und ist leicht zu transportieren. Damit ist der Oxy-Dep VSA vor allem für die Unternehmen interessant, die mit Platzknappheit zu kämpfen haben oder auf der Suche nach einer Lösung für abgelegene Standorte sind."

Ein solches Unternehmen ist BAE Systems, wo 2002 ein Oxy-Dep-VSA-System in die Abwasserreinigungsanlage in der Nähe von Hull installiert wurde. Dank der Technologie von Air Products konnte BAE Systems den Ammoniak-Ausstoß der Anlage deutlich verringern, ohne den Betriebsablauf in der Anlage nennenswert zu ändern.

Peter Barratt sieht darin eine Bestätigung der Vorteile des Oxy-Dep VSA: "Die Sauerstoffzufuhr bei herkömmlichen Systemen entspricht in der Regel bis zu zehn Kilogramm chemischem Sauerstoff pro Kubikmeter und Tag. Die Leistungsfähigkeit solcher Anlagen wird meistens durch den übrigen Teil des Reinigungssystems eingeschränkt. Hier setzt Oxy-Dep VSA an und ermöglicht eine kosteneffiziente, schnelle Aufrüstung überlasteter Anlagen. Beim Neubau einer Anlage benötigt eine Oxy-Dep-VSA-Anlage eine wesentlich geringere Grundfläche, insbesondere dann, wenn zusätzlich Technologien wie etwa eine Feststoffabscheidung zum Einsatz kommen."


Hintergrund für die Redaktionen:

Air Products in Deutschland

Air Products ist in Deutschland mit den Unternehmen Air Products GmbH, Technische Gase, Air Products Polymers (APP), Chemische Produkte, und Air Products Medical vertreten. Alle Geschäftsbereiche zusammen beschäftigten im Geschäftsjahr 2002 insgesamt 597 Mitarbeiter und erwirtschafteten einen Umsatz von 266 Millionen Euro.

Air Products GmbH, Technische Gase, mit Sitz in Hattingen an der Ruhr, produziert und vermarktet Industriegase in Deutschland. Das Unternehmen verfügt über ein flächendeckendes Netz von Luftzerlegungs- und Wasserstofferzeugungsanlagen sowie ein dichtes Vertriebsnetz für Flaschengase. Industriegase von Air Products finden in Chemie und Petrochemie, Öl- und Gasförderung, Lebensmittelherstellung und -verpackung, Metallverarbeitung, Halbleiterproduktion, Luft- und Raumfahrt sowie Papierherstellung und Medizin Verwendung. Im Geschäftsjahr 2002 setzte die Air Products GmbH mit 335 Mitarbeitern rund 115 Millionen Euro um.

Air Products Medical ist einer der weltweit größten Anbieter medizinischer Gase und dazugehöriger medizinisch-technischer Dienstleistungen. Der Home-Care-Bereich des Unternehmens bietet umfassende Versorgungs- und Therapiekonzepte für Patienten in ihrer privaten Umgebung oder in Alten- und Pflegeheimen. Hierzu zählen die Sauerstoff-Langzeittherapie, Therapien zur Behandlung schlafbezogener Atmungsstörungen, das Patienten-Monitoring und die häusliche Beatmung. Für den professionellen Bereich der Kliniken, Arztpraxen und Labore stellt Air Products Medical ein breites Sortiment medizinischer Atem-, Behandlungs- und Analysegase bereit. Weltweit betreut Air Products Medical rund 280.000 Patienten. In Deutschland ist das Unternehmen mit 134 Mitarbeitern an acht Standorten vertreten. Diese erzielten im Jahr 2002 einen Umsatz von rund 23 Millionen Euro.

Air Products Polymers (APP) ist ein Joint Venture mit Wacker Chemie, an dem Air Products zu 65 Prozent beteiligt ist. Das Unternehmen mit Europazentrale in Burghausen und Produktionsstätten in Köln, Mexiko, Korea und den USA stellt Polymerdispersionen unter den Markennamen Airflex, Vinac, Flexbond und Flexcryl her. Zu den belieferten Industrien gehören die Klebstoff-, Vliesstoff-, Farb-, Lack-, Papier-, Baustoff-, Teppich- und Textilindustrie. Air Products Polymers beschäftigt 132 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2002 einen Umsatz von 128 Millionen Euro.

Air Products and Chemicals, Inc. (APCI)
Air Products (NYSE:APD) bietet Kunden aus Industrie und Handel in den Branchen Technologie, Energie und Gesundheit ein weltweit einzigartiges Portfolio von Produkten, Dienstleistungen und Lösungen. Das Angebot umfasst Industrie-, Prozess- und Spezialgase sowie chemische Werkstoffe und Zwischenprodukte. Das Unternehmen ist der weltweit größte Zulieferer von Wasserstoff, Helium und ausgewählten chemischen Werkstoffen für die industrielle Produktion. Bei der Gasversorgung der Elektronik- und Halbleiterindustrie ist Air Products Weltmarktführer.

Seit der Gründung des Unternehmens 1940 zeichnet sich Air Products durch seine innovative Unternehmenskultur, effiziente Prozesse und ein umfassendes Sicherheits- und Umweltbewusstsein aus. Air Products erzielte im Geschäftsjahr 2002 mit 17.500 Mitarbeitern in 30 Ländern einen Jahresumsatz von 5,4 Milliarden US-Dollar. Die Kernwerte Wissen, Integrität und Engagement prägen die Beziehungen zu Kunden, Umwelt und Mitarbeitern. Weitere Informationen finden Sie unter www.airproducts.de.

 

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