Pressemitteilung
Air Products: Neue Technologie zur Einhaltung
der TA-Luft
CryoCondap ExStream ermöglicht cryogene
Rückgewinnung von schwierigen Lösungsmitteln auch
aus kleinvolumigen Abluftströmen
Hattingen,
8 April 2003 - Air Products erschließt ein neues Einsatzgebiet
für die cryogene Rückgewinnung flüchtiger
organischer Verbindungen (VOC). Unter dem Namen CryoCondap
ExStream richtet sich das Verfahren auf Produktionsprozesse
mit geringeren Abluftströmen oder besonders schwierigen
Lösungsmitteln wie Benzol, Xylol und Acetonitril, bei
denen konventionelle cryogene Rückgewinnungssysteme
nicht immer wirtschaftlich eingesetzt werden können.
Beim CryoCondap ExStream-Verfahren wird flüssiger Stickstoff
auf die Abluft gesprüht und diese so weit abgekühlt,
bis die enthaltenen Lösungsmittel gefrieren. Die kristallisierten
VOC werden dann im gleichen Arbeitsschritt herausgefiltert
und können zurückgewonnen werden. Das Verfahren
ist nahezu rückstandsfrei und erfüllt damit auch
die strengsten Emissionsauflagen. Die Lösungsmittelrichtlinie
der EU fordert die Reduzierung von Lösungsmittelemissionen
auf maximal 20 mg/m³ für VOC der Klasse 1 und
100 mg/m³ für VOC der Klasse 2. Viele Technologien
sind nicht dazu geeignet, diese Grenzwerte einzuhalten.
"Der Ein-Kessel-Aufbau des CryoCondap ExStream ermöglicht
den wirtschaftlichen Betrieb in Anlagen mit weniger als 300
Nm³/h", erklärt Luc Rijnbeek, Vertriebsmanager
von Air Products Cryogenics Europe. "In diesen Fällen
war eine cryogene Rückgewinnung bislang weder praktikabel
noch effizient."
CryoCondap ExStream arbeitet eigenständig innerhalb
neuer Anlagen, kann aber auch konventionelle Systeme nachrüsten
oder als Aggregat nachgeschaltet werden. Weiterer Vorteil
ist die hohe Flexibilität im Einsatz: Ob variierende
Abluftvolumina, VOC-Anteile oder Lösungsmittel - eine
einfache Regulierung der Stickstoffzufuhr reicht aus.
Mit CryoCondap ExStream komplettiert Air Products die erfolgreiche
CryoCondap-Serie, die bereits weltweit über 80-mal im
Einsatz ist.
Hintergrund für die Redaktionen:
Air Products in Deutschland
Seit der Gründung des Unternehmens 1940 zeichnet sich
Air Products durch seine innovative Unternehmenskultur, effiziente
Prozesse und ein umfassendes Sicherheits- und Umweltbewusstsein
aus. Air Products erzielte im Geschäftsjahr 2002 mit
17.500 Mitarbeitern in 30 Ländern einen Jahresumsatz
von 5,4 Milliarden US-Dollar. Die Kernwerte Wissen, Integrität
und Engagement prägen die Beziehungen zu Kunden, Umwelt
und Mitarbeitern.
Air Products ist in Deutschland mit den Unternehmen Air Products
GmbH, Technische Gase, und Air Products Polymers(APP), Chemische
Produkte, und Air Products Medical vertreten. Alle Geschäftsbereiche
zusammen beschäftigten im Geschäftsjahr 2002 insgesamt
597 Mitarbeiter und erwirtschafteten einen Umsatz von 266
Millionen Euro.
Air Products GmbH, Technische Gase,
mit Sitz in Hattingen an der Ruhr, produziert und vermarktet
Industriegase in Deutschland. Das Unternehmen verfügt
über ein flächendeckendes Netz von Luftzerlegungs-
und Wasserstofferzeugungsanlagen sowie ein dichtes Vertriebsnetz
für Flaschengase. Industriegase von Air Products finden
in Chemie und Petrochemie, Öl- und Gasförderung,
Lebensmittelherstellung und -verpackung, Metallverarbeitung,
Halbleiterproduktion, Luft- und Raumfahrt sowie Papierherstellung
und Medizin Verwendung. Im Geschäftsjahr 2002 setzte
die Air Products GmbH mit 335 Mitarbeitern rund 115 Millionen
Euro um.
Air Products Medical ist einer
der weltweit größten Anbieter medizinischer Gase
und dazugehöriger medizinisch-technischer Dienstleistungen.
Der Home Care Bereich des Unternehmens bietet umfassende Versorgungs-
und Therapiekonzepte für Patienten in ihrer privaten
Umgebung oder in Alten- und Pflegeheimen. Hierzu zählen
die Sauerstoff-Langzeittherapie, Therapien zur Behandlung
schlafbezogener Atmungsstörungen, das Patienten-Monitoring
und die häusliche Beatmung. Für den professionellen
Bereich der Kliniken, Arztpraxen und Labore stellt Air Products
Medical ein breites Sortiment medizinischer Atem-, Behandlungs-
und Analysegase bereit. Weltweit betreut Air Products Medical
rund 280.000 Patienten. In Deutschland ist das Unternehmen
mit 134 Mitarbeitern an acht Standorten vertreten. Diese erzielten
im Jahr 2002 einen Umsatz von rund 23 Millionen Euro.
Air Products Polymers (APP) ist
ein Joint Venture mit Wacker Chemie, an dem Air Products zu
65 Prozent beteiligt ist. Das Unternehmen mit Europazentrale
in Burghausen und Produktionsstätten in Köln, Mexiko,
Korea und den USA stellt Polymerdispersionen unter den Markennamen
Airflex, Vinac, Flexbond und Flexcryl her. Zu den belieferten
Industrien gehören die Klebstoff-, Vliesstoff-, Farb-,
Lack-, Papier-, Baustoff-, Teppich- und Textilindustrie. Air
Products Polymers beschäftigt 132 Mitarbeiter und erwirtschaftete
2002 einen Umsatz von 128 Millionen Euro.
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