Pressemitteilung Air Products erweitert sein Gaseangebot
für die Elektronikindustrie um Germaniumwasserstoff
Hattingen, 1. April 2003 - Air Products hat sein Gaseangebot
für die Elektronikindustrie um Germaniumwasserstoff (GeH4)
und verwandte Gemische erweitert. Die Gase werden in der weltweit
größten Fabrik zur Herstellung von Spezialgasen
für die elektronische Industrie in Allentown, USA, produziert
und weltweit als Flaschengas ausgeliefert. Bei der Herstellung
und Abfüllung setzt Air Products auf ein eigens entwickeltes
System zur Vorbereitung der Gasflaschen, das den Kunden eine
gleichmäßige Konsistenz auch über verschiedene
Lieferungen hinweg garantiert.
"Angesichts der zu erwartenden deutlich steigenden Nachfrage
nach Germaniumwasserstoff sind für unsere Kunden konsistente
Qualität und Versorgungssicherheit von entscheidender
Bedeutung", sagt Guido Kaltenbach, Sales Manager bei
Air Products in Hattingen, und ergänzt: "Mit unserem
Angebot reagieren wir auf diese Anforderungen und bauen unser
Produkt- und Serviceportfolio für die elektronische Industrie
gezielt weiter aus."
Germaniumwasserstoff ist ein Grundstoff bei der Herstellung
von Silizium-Germanium (SiGe), einem der wichtigsten Materialien
für die Produktion von Hochfrequenzbauelementen, die
in einer Vielzahl von Endgeräten für die drahtlose
Kommunikation wie Mobiltelefonen oder PDAs Verwendung finden.
Halbleiter auf Silizium-Germanium-Basis können mit weitaus
höheren Frequenzen getaktet werden als reine Siliziumchips.
Deren begrenzte Rechengeschwindigkeit stand bisher der Entwicklung
von drahtlosen High-speed-Anwendungen bei der mobilen Kommunikation
im Wege. Silizium-Germanium-Halbleiter sind darüber hinaus
deutlich schneller als Siliziumchips und zeichnen sich durch
geringeren Stromverbrauch sowie niedrigere Strahlungswerte
aus.
Industrieexperten rechnen mit einem Gesamtvolumen für
Halbleiter auf SiGe-Basis zwischen 1,8 und 2,7 Milliarden
US-Dollar im Jahr 2006. Verglichen mit dem Volumen des Jahres
2002 von 450 Millionen US-Dollar ist dies ein jährliches
Wachstum von mindestens 200 Prozent. Einige Experten halten
es sogar für möglich, dass Silizium-Germanium zukünftig
zumindest teilweise Gallium-Arsenid bei einigen Anwendungen
ersetzen kann. Seine Popularität verdankt Silizium-Germanium
aber auch der Tatsache, dass die Herstellung auf den bisherigen
Produktionsanlagen erfolgen kann und somit der Kapitaleinsatz
für die Produktionsumstellung vergleichsweise gering
ist.
Hintergrund für die Redaktionen:
Air Products in Deutschland
Air Products ist in Deutschland mit den Unternehmen Air Products
GmbH, Technische Gase, Air Products Polymers (APP), Chemische
Produkte, und Air Products Medical vertreten. Alle Geschäftsbereiche
zusammen beschäftigten im Geschäftsjahr 2002 insgesamt
597 Mitarbeiter und erwirtschafteten einen Umsatz von 266
Millionen Euro.
Air Products GmbH, Technische Gase,
mit Sitz in Hattingen an der Ruhr, produziert und vermarktet
Industriegase in Deutschland. Das Unternehmen verfügt
über ein flächendeckendes Netz von Luftzerlegungs-
und Wasserstofferzeugungsanlagen sowie ein dichtes Vertriebsnetz
für Flaschengase. Industriegase von Air Products finden
in Chemie und Petrochemie, Öl- und Gasförderung,
Lebensmittelherstellung und -verpackung, Metallverarbeitung,
Halbleiterproduktion, Luft- und Raumfahrt sowie Papierherstellung
und Medizin Verwendung. Im Geschäftsjahr 2002 setzte
die Air Products GmbH mit 335 Mitarbeitern rund 115 Millionen
Euro um.
Air Products Medical ist einer der weltweit größten
Anbieter medizinischer Gase und dazugehöriger medizinisch-technischer
Dienstleistungen. Der Home-Care-Bereich des Unternehmens bietet
umfassende Versorgungs- und Therapiekonzepte für Patienten
in ihrer privaten Umgebung oder in Alten- und Pflegeheimen.
Hierzu zählen die Sauerstoff-Langzeittherapie, Therapien
zur Behandlung schlafbezogener Atmungsstörungen, das
Patienten-Monitoring und die häusliche Beatmung. Für
den professionellen Bereich der Kliniken, Arztpraxen und Labore
stellt Air Products Medical ein breites Sortiment medizinischer
Atem-, Behandlungs- und Analysegase bereit. Weltweit betreut
Air Products Medical rund 280.000 Patienten. In Deutschland
ist das Unternehmen mit 134 Mitarbeitern an acht Standorten
vertreten. Diese erzielten im Jahr 2002 einen Umsatz von rund
23 Millionen Euro.
Air Products Polymers (APP) ist
ein Joint Venture mit Wacker Chemie, an dem Air Products zu
65 Prozent beteiligt ist. Das Unternehmen mit Europazentrale
in Burghausen und Produktionsstätten in Köln, Mexiko,
Korea und den USA stellt Polymerdispersionen unter den Markennamen
Airflex, Vinac, Flexbond und Flexcryl her. Zu den belieferten
Industrien gehören die Klebstoff-, Vliesstoff-, Farb-,
Lack-, Papier-, Baustoff-, Teppich- und Textilindustrie. Air
Products Polymers beschäftigt 132 Mitarbeiter und erwirtschaftete
2002 einen Umsatz von 128 Millionen Euro.
Air Products and Chemicals, Inc. (APCI)
Air Products (NYSE:APD) bietet Kunden aus Industrie und Handel
in den Branchen Technologie, Energie und Gesundheit ein weltweit
einzigartiges Portfolio von Produkten, Dienstleistungen und
Lösungen. Das Angebot umfasst Industrie-, Prozess- und
Spezialgase sowie chemische Werkstoffe und Zwischenprodukte.
Das Unternehmen ist der weltweit größte Zulieferer
von Wasserstoff, Helium und ausgewählten chemischen Werkstoffen
für die industrielle Produktion. Bei der Gasversorgung
der Elektronik- und Halbleiterindustrie ist Air Products Weltmarktführer.
Seit der Gründung des Unternehmens 1940 zeichnet sich
Air Products durch seine innovative Unternehmenskultur, effiziente
Prozesse und ein umfassendes Sicherheits- und Umweltbewusstsein
aus. Air Products erzielte im Geschäftsjahr 2002 mit
17.500 Mitarbeitern in 30 Ländern einen Jahresumsatz
von 5,4 Milliarden US-Dollar. Die Kernwerte Wissen, Integrität
und Engagement prägen die Beziehungen zu Kunden, Umwelt
und Mitarbeitern.
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