|  Was ist MAP?  |  Warum MAP verwenden?  |  MAP-Schutzgase – Grundlagen  |
|  Versorgungsart und Mischsysteme  |  Verpackungsmaterialien  |  MAP-Maschinen  |
|  Qualitätssicherung und allgemeine Empfehlungen  |  HACCP  |  Lebensmittelverderb  |
|  Mikrobiologie  |  Gesetzliche Vorschriften  |
 

Was ist MAP?

Bei MAP handelt es sich um eine Verpackung von Lebensmitteln, bei der die normale Gaszusammensetzung der Umgebungsluft, also die Erdatmosphäre, verändert wird. Dieses Verfahren wird in der Regel mit reduzierten Temperaturen kombiniert und stellt sich im Ergebnis als eine höchst wirkungsvolle Methode zur Verlängerung der Haltbarkeit von Lebensmitteln dar.

Bei bestimmten Anwendungen wird die Haltbarkeit durch die Erzeugung eines einfachen Vakuums in der Verpackung (Vakuumverpackung) verlängert. Hierbei wird sämtliches Gas so gut wie vollständig aus der Verpackung gesaugt. Bei anderen Anwendungen ermöglichen spezielle atmungsaktive Kunststoff- Folien, dass ein Erzeugnis natürlich atmen und somit seine eigene Atmosphäre schaffen kann, ohne dass externe Gase zugeführt werden müssen.

Ist eine Frucht oder ein Gemüse geerntet oder ein Tier geschlachtet, bietet es einen idealen Nährboden für Bakterien, welche die Kohlenhydrate, Proteine, Fette und Mineralstoffe zersetzen. Diese Zersetzungsprozesse führen unter anderem zu Qualitätsminderungen wie etwa unerwünschte Farbänderungen, Geschmacksverluste und Texturverschlechterungen. Enzymaktivität führt ebenfalls zum Verderb von Lebensmitteln. In Europa kommen beim MAP-Verfahren hauptsächlich drei Gase zum Einsatz: Kohlendioxid, Stickstoff und Sauerstoff – je nach Gesetzeslage finden in anderen Regionen jedoch auch weitere Gase Anwendung. In Abhängigkeit von ihren physikalischen und chemischen Eigenschaften werden die Produkte entweder unter Verwendung nur eines der drei Gase oder unter Verwendung einer Kombination aus allen drei Gasen abgepackt.

Geschichte von MAP

Der Einsatz von Gasen zur Konservierung von Nahrungsmitteln ist keineswegs neu. Der Großteil der Vorarbeit wurde bereits Anfang der 1930er Jahre geleistet. Damals wurden geschlachtete Rinder und Schafe aus Australien und Neuseeland in Schiffen mit Kohlendioxidlagern nach Großbritannien verfrachtet. In den 40er und 50er Jahren wurden erstmals versiegelte Vorratslager mit kontrollierter Atmosphäre konstruiert, mit deren Hilfe die Haltbarkeit frischer Äpfel bei gleichzeitiger Kühlung verlängert wurde. Das Geschäftsfeld für Schutzgaskonservierung beschränkte sich in dieser Zeit weitgehend auf die Lagerhaltung mit kontrollierter Atmosphäre und auf den Transport von Massenwaren wie Fleisch und Obst. Heute erstreckt sich der Einsatz von MAP von der Verpackung frischer Salate bis hin zu der von einzelnen Fleischportionen, Sandwiches oder Snacks. Das moderne MAP-Verfahren ist eine ausgereifte Technik, aus der sich für Lieferanten und Kunden auch zukünftig noch zahlreiche Vorteile ergeben werden.

MAP – Lebensmittel mit mehr Wert

Frische Lebensmittel sind ein Geschenk der Natur und beeindrucken nicht selten durch ihre Farben. Das Auge isst stets mit und deshalb erwarten die Verbraucher von der Lebensmittelindustrie Produkte mit natürlichen und ansprechenden Farben. MAP hilft dem Einzelhandel, diese Erwartungen Woche für Woche zu erfüllen. Die längere Haltbarkeit, die vielfältige Produktauswahl sowie die Verringerung lebensmittelbezogener Gesundheitsrisiken, die wir MAP verdanken, sind Vorteile, die dem Käufer weniger bewusst auffallen. Für ihn ist die Präsentation der Lebensmittel ausschlaggebend. MAP bietet hier den entscheidenden Mehrwert: MAP lässt die Lebensmittel länger besser aussehen.

 

Rufen Sie uns an:
Freshline® Hotline
+49 (0)2324 689 81713
oder klicken Sie hier.
Die Erdatmosphäre besteht aus Stickstoff (79%), Sauerstoff (20,96%), Kohlendioxid (0,04%), Spuren von Edelgasen und Wasserdampf.
Eine Änderung dieser Zusammensetzung hat eine modifizierte Atmosphäre zur Folge.
 
  Seite ausdrucken
   
 
 
Copyright© 1996- by Air Products and Chemicals, Inc.