MAP-Schutzgase – die Grundlagen
Bei den Freshline® Food Grade-Gasen von Air Products handelt es sich um ein Angebot hochreiner Gase, die entweder flüssig für Kleintank-Anlagen oder große Flüssiggastanks aus Edelstahl oder gasförmig in Hochdruckgasflaschen geliefert werden. All diese Behältnisse sind speziell für die Verwendung in der Lebensmittelindustrie konzipiert.
Vor Auswahl einer Gasmischung sollten zahlreiche Faktoren untersucht werden. Ein Produkttest stellt häufig den besten Weg dar, das für Ihren Prozess optimale Gas zu bestimmen. Kontaktieren Sie einen unserer Freshline®-Experten, wenn Sie mehr wissen möchten.
Auswirkungen der jeweiligen Gase auf Nahrungsmittelprodukte:
Kohlendioxid (CO2)
Kohlendioxid wirkt sich wachstumshemmend auf die meisten aeroben Bakterien und Schimmelpilze aus. Gewöhnlich ist die Haltbarkeitsdauer um so länger, je höher der CO2-Gehalt ist. Da CO2 jedoch schnell von Fetten und Wasser absorbiert wird, nehmen auch die meisten Lebensmittel CO2 auf. Liegt in einer Schutzgasverpackung ein zu hoher CO2-Gehalt vor, kann dies den Geschmack verderben sowie zur Tropfwasserbildung führen und ein Zusammenfallen der Verpackung bewirken. Daher ist es wichtig, dass ein Gleichgewicht erreicht wird, das zwischen der wirtschaftlich wünschenswerten Haltbarkeitszeit eines Produkts und dem Toleranzgrad für etwaige negative Effekte liegt. Ist CO2 zur Kontrolle des Wachstums von Bakterien und Schimmelpilzen erforderlich, wird ein Mindestgehalt von 20% empfohlen.
Stickstoff (N2)
Stickstoff ist ein inertes Gas, das zur Verdrängung von Luft, d.h. insbesondere von Luftsauerstoff, eingesetzt wird. Zudem wird N2 als Gleichgewichtsgas (Füllgas) verwendet, um die Differenz einer Gasmischung auszugleichen und das Zusammenfallen von Verpackungen mit stark wasser- oder fetthaltigen Lebensmitteln zu verhindern. Das Zusammenfallen der Verpackung ist auf die Neigung von wasser- oder fetthaltigen Lebensmittel zurückzuführen, Kohlendioxid aus der Atmosphäre zu binden. Bei trockenen Snack-Produkten verhindert eine zu 100% aus Stickstoff bestehende Schutzgasatmosphäre oxidative Veränderungen, die etwa Ranzigkeit zur Folge haben.
Sauerstoff (O2)
Sauerstoff bewirkt den oxidationsbedingten Verderb von Lebensmittel und bildet die Voraussetzung für das Wachstum aerober Mikroorganismen.
Sauerstoff sollte im Allgemeinen ausgeschlossen werden. Oft gibt es jedoch gute Argumente dafür, ihn in kontrollierter Menge in die Verpackung einzubringen, da er Folgendes bewirkt :
- Beibehaltung einer frischen, natürlichen Farbe
(beispielsweise bei roten Fleischsorten)
- Aufrechterhaltung der Atmung
(bei Obst und Gemüse)
- Hemmung des Wachstums anaerober Organismen
(bei bestimmten Fischsorten und bei Gemüse)
|