MAP-Maschinen
Vakuumkammern (Vacuum Chambers, VC)
Diese Maschinen nutzen vorgefertigte Beutel und die Vakuumausgleichsmethode, um Luft zu ersetzen. Die vorgefertigten Sperrschicht- beutel werden manuell in die Kammer gelegt, in welcher der Luftentzug, die Rück- spülung mit der gewünschten Gasmischung und die Heißversiegelung vorgenommen werden. Vakuumkammern sind auf die Klein- produktion von Vakuum- oder gasgespülten Verpackungen für den Gastronomiebedarf ausgelegt.
Das zu verpackende Produkt wird in einen Folienbeutel gefüllt und dann in eine Vakuumkammer gegeben. Ist der Deckel geschlossen, wird das programmierte Vakuumniveau sowohl in der Vakuumkammer als auch im Beutel erzeugt. Anschließend wird der Beutel entweder in einem Vakuum versiegelt (Vakuumverpackung) oder die Kammer und damit auch der Beutel wird vor dessen Versiegelung mit einem Freshline®-Schutzgas gefüllt (Schutzgasverpackung).

|
Schnorcheltechnik (Snorkel Type, ST)
Bei diesen Maschinen wird die Vakuumaus- gleichmethode zur Herstellung von Bag-in- Box-Schutzgasverpackungen für den Gastro- nomiebedarf (bulk MA catering bag-in-box packs) verwendet. Alternativ können diese Anlagen auch zur Gasspülung bei der Um- verpackung herkömmlich verpackter End- verbraucherprodukte, wie z.B. bereits ver- packtes rotes Fleisch, in größere Master- packs, zum Einsatz kommen. Bei der Schnorcheltechnik werden die vorgefertigten Kunststoffbeutel auf einem Heißsiegel-Ab- formkörper (heat seal mandrel) positioniert. Mithilfe rückziehbarer Schnorchel wird ein Vakuum erzeugt und der Beutel vor dem Heißsiegeln mit der gewünschten Gasmischung gespült. |
Verdeckelung von Schalen (Tray Lidding)
Diese Anwendung gleicht dem Thermofroster-Verfahren. Ein Schalenverpack- ungsautomat (Traysealer) füllt die zu verpackenden Produkte in vorgefertigte Schalen, die anschließend versiegelt werden. Für die Versiegelung deckt die Oberbahn des Verpackungsmaterials (Deckelfolie) zunächst die gefüllten Fächer/Schalen ab. Dann wird der Verpackung die Luft entzogen und gegen Schutzgas ausgetauscht. Abschließend wird die Verpackung mit Hilfe von Hitze und Druck verschweißt. Tray-Lidding-Maschinen sind von der (manuellen) Tischausführung für Kleinhersteller bis hin zu vollautomatischen Inline-Modellen für große Verarbeitungsbetriebe erhältlich.

|
Horizontale Form-Fill-Seal (HFFS)-Anlagen
Mit den so genannten Flowpackanlagen (siehe Abbildung oben) können flexi- ble Schlauchbeutel aus nur einer Folienrolle hergestellt werden. Horizontale Form-Fill-Seal-Maschinen können zudem dazu benutzt werden, um vorgefüllte Schalen zu verpacken. Die Luft wird durch einen Gasimpuls oder mittels kontinuierlich gespülten Gases entfernt. Wegen der heißen Siegelbacken am Maschinenausgang können jedoch keine Gasmischungen mit einer Sauer- stoffkonzentration von über 21% verwendet werden. Bei einigen hochporösen Produkten (z.B. bestimmte Backwaren) ist es nicht möglich, den Sauer- stoffrestgehalt in der Verpackung durch Gasspülung auf ein niedriges Niveau abzusenken. In bestimmten Fällen kann einlaufseitig eine Gaseinblasstation eingebaut werden, so dass das Produkt selbst unmittelbar vor der Verpackung mit Gas gespült wird.

Vertikale Form-Fill-Seal (VFFS)-Anlagen
Bei diesem vertikalen Anlagentyp wird aus der Folie eine Röhre geformt, die mit dem zu verpackenden Produkt gefüllt wird, das zumeist von einer oberhalb der Anlage angebrachten Mehrkopfwaage abgegeben wird, Anschließend wird die Folienverpackung mit Gas spült und dann verschweißt. Gleichzeitig wird die Folie vertikal nach unten transportiert. VFFS-Anlagen werden hauptsächlich für die Verpackung von Lebensmitteln mit pudrigen oder granulären Eigen- schaften oder für zerteilte oder getrocknete Produkte verwendet. |
Themoform-Fill-Seal (TFFS)-Anlagen
Bei diesem Verfahren wird zunächst die Folie für die Unterbahn (thermo- formbare Folie) von der Rolle gewickelt und unter Zufuhr von Wärme zu einer Tasche/Schale geformt. Die fertig geformten Taschen werden manuell oder automatisch mit dem zu verpackenden Produkt bestückt und anschließend von der Oberbahn des Verpackungsmaterials (Deckelfolie) abgedeckt. Die Luft wird der Verpackung entzogen und gegen Schutzgas ausgetauscht. Zum Abschluss wird die Verpackung mittels Hitze und Druck verschweißt. Längs- und Querschnitte durch die Verpackungsbahn lösen die Einzelverpackung aus dem Verbund.

|
|
| Rufen Sie uns an: |
 |
|
 |
| Kammern sind in einem großen Spektrum von Kapazitäten und in den unterschiedlichsten Ausführungen erhältlich, von Tisch- bis hin zu frei stehenden Maschinen mit Schwingdeckel. |
 |
| Drehbacken von HFFS-/ Schlauchbeutelanlagen sind im Allgemeinen nicht mit MAP kompatibel. |
 |