Frank Kujoth

Bei Air Products seit: 1994
Standort: Rostock

Werdegang: Frank Kujoth war 20 Jahre als leitender Ingenieur auf See. Ausbildung als Motorenschlosser für Schiffsantriebsanlagen, Schmied und Schweißer. Heute arbeitet der 54-Jährige als Schweißfachberater und Sicherheits-experte für Druckbehälteranlagen.

Kontakt: KUJOTHF@airproducts.com

Über Frank Kujoth

Vor der Wiedervereinigung war Frank Kujoth 20 Jahre bei der Hochseefischerei als leitender Ingenieur auf See. Durch seine umfangreiche Ausbildung als Motorenschlosser für Schiffsantriebsanlagen, Schmied und Schweißer war er im Stande, auf dem Schiff fast alles selber zu reparieren. Heute arbeitet der 54-Jährige als Schweißfachberater und Sicherheitsexperte für Druckbehälteranlagen.

Als nach der Wende die Hochseefischerei in Ostdeutschland zusammenbrach, arbeitete Kujoth zunächst zwei Jahre bei einer bayrischen Kältefirma als technischer Leiter. Anschließend wechselte er dann 1994 zu Air Products. Als Verkäufer hat er damals in Mecklenburg-Vorpommern angefangen.

Inzwischen ist er als Schweißfachberater in den neuen Bundesländern sowie in Lüneburg, Hamburg und Flensburg unterwegs. Zu seinem Job gehört es, bei Kunden und potenziellen Kunden Schweißversuche mit unterschiedlichen Gasen durchzuführen. Dabei arbeitet er mit den Geräten der jeweiligen Schweißbetriebe, die er besucht. „Als Außenstehender glaubt man gar nicht, wie viel beim Schweißen falsch gemacht werden kann. Verschweißt man etwa Edelstahl mit normalem Schutzgas, können beispielsweise die Schweißnähte rosten“, erläutert der Experte. Mit dem richtigen Gasgemisch sind die Schweißbetriebe zudem in der Lage, ihre Nachbearbeitungskosten deutlich zu reduzieren, sagt Kujoth.

Weiterhin kennt sich der Rostocker mit der Befüllung von Tankanlagen aus, die in größeren Schweißbetrieben und Laserscheneideanlagen benutzt werden. Für den Gasversorgungsprozess ist er bei Air Products für die zentrale Gasversorgung (Druckregelanlagen und Ringleitungen), CyroEase®-Installation und Erstbefüllung der Tankanlagen zuständig. Was seinen Beruf so interessant macht? „Die Vielseitigkeit. Schweißen ist eben nicht gleich Schweißen. Unterschiedliche Geräte, Materialien und Schweißtechniken erfordern immer wieder unterschiedliche Maßnahmen“, so Kujoth.

Erfahrung

Durch seine langjährige Tätigkeit als Ingenieur in der Hochseefischerei konnte er wichtige Vorkenntnisse bei den Schweißarbeiten erlangen. Sein Know-how ergänzte er durch den Besuch verschiedener Lehrgänge und durch Eigenstudium in der Theorie.

Persönliches

Frank Kujoth hat vor vier Jahren ein Haus in Bad Doberan (bei Rostock) gebaut und wohnt dort mit seiner Frau. Seine zwei erwachsenen Kinder leben in Rostock. Seitdem er denken kann, verbinden ihn Wasser und Technik. Kujoth, der früher in Zweitfunktion bei der Hochseefischerei als Berufstaucher sein Geld verdient hat, ist leidenschaftlicher Helmtaucher. Mit historischem Kupferhelm und 80 Kilogramm schweren Ausrüstungen geht es dann in heimischen Gewässern bis zu 60 Meter in die Tiefe. Der Hanseat hat in Warnemünde mit anderen Berufstauchern den Helmtaucherverein Ostsee e.V. gegründet. Über die Nostalgietaucher aus Warnemünde drehte auch schon das ZDF eine Reportage.